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200 Jahre "Stolz und Vorurteil"

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200 Jahre "Stolz und Vorurteil"

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Vor 200 Jahren erschien Jane Austens “Pride and Prejudice (“Stolz und Vorurteil”) und begeistert, nicht nur Literaturfans, bis heute.
Das Haus im südenglischen Hampshire, in dem die Autorin ihre letzten Lebensjahre verbrachte, ist heute ein Museum, eine Art Tempel für alles, was mit Jane Austen zu tun hat. Dort findet man zum Beispiel das Kleid, das Anne Hathaway in dem Streifen “Becoming Jane” trug. Die Filmbiografie mit James McAvoy beschreibt den Aufstieg Austens zu einer der bedeutendsten englischen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts.
“Stolz und Vorurteil” ist ihr bekanntester Roman, mit dem sie schon zu Lebzeiten großen Erfolg hatte, bestätigt Museumskuratorin Louise West. “Ich würde nicht einmal sagen, dass es ihr bester Roman ist, doch er enthält alle Elemente, die ihre anderen Romane so bahnbrechend machten. Jane Austen modernisierte den Roman des 18. Jahrhunderts und schuf eine Literaturform die, bis heute aktuell ist.”

Die erste Ausgabe des Romans erschien im Januar 1813 und wurde sofort zum Hit. Nicht nur die komplizierte Liebe zwischen Elizabeth Bennet und Mr. Darcy begeisterte, auch die Schwierigkeiten einer Familie ihre fünf Töchter standesgemäß unter die Haube zu bringen traf genau den richtigen Nerv.

Oft und gern wurde der Stoff verfilmt, erstmals 1938.
Auch Bollywood begeisterte sich für die Geschichte und setzte ihr in dem kunterbunten “Bride and Prejudice” (“Liebe lieber indisch”) mit Aishwarya Rai und Martin Henderson ein Denkmal.

In diesem Jahr erscheint die Satire “Austenland”, die sich mit der hysterischen Begeisterung vor allem weiblicher Fans für den Roman auseinandersetzt.
Auch 200 Jahre nach seiner Veröffentlichung ist “Stolz und Vorurteil” unwiderstehlich. Jane Austen sei Dank.