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Französisches Parlament debattiert Homoehe

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Französisches Parlament debattiert Homoehe

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Trotz einiger Demonstranten gegen das geplante Gesetz: Im französischen Parlament hat nach monatelanger Kontroverse die Debatte über die Ehe auch für homosexuelle Paare begonnen. Besonders umstritten ist das geplante Adoptionsrecht für Schwule und Lesben, das im Entwurf der sozialistischen Regierung vorgesehen ist. Die Opposition hat mehr als 5000 Änderungsanträge eingebracht, deshalb sind bis zum 10. Februar durchgängig Sitzungstage einberaumt. Anschließend muss das Gesetz noch durch den Senat.

Justizministerin Christiane Taubira brachte den Entwurf für die Regierung ein. Sie verwies noch einmal darauf, dass homosexuelle Paare die gleichen Rechte wie heterosexuelle auch bei der Adoption erhalten sollten. Die konservative Opposition lehnt das Gesetzesvorhaben ab. Auch die katholische Kirche läuft Sturm gegen das Projekt. Ihr haben sich inzwischen Anhänger auch anderer Religionen angeschlossen.

Das geplante Gesetz spaltet Frankreich. Seit Wochen gehen Hunderttausende Gegner und Befürworter auf die Straße. Zuletzt am vergangenen Wochenende, als allein in Paris nach unterschiedlichen Angaben zwschen 125- und 400.000 Befürworter für gleiche Rechte für alle demonstrierten.