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Krawalle bei Stahlarbeiterdemonstration in Namur

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Krawalle bei Stahlarbeiterdemonstration in Namur

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Bei Zusammenstößen zwischen Arbeitern des Stahlkonzerns ArcelorMittal und der belgischen Polizei sind am Dienstag in Namur mehrere Personen verletzt worden. Als rund 1.000 Demonstranten versuchten, den Sitz der wallonischen Regionalregierung zu stürmen, setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein. Die Demonstranten protestieren gegen die geplante Stillegung von acht Produktionsstätten im Lütticher Becken.

Die belgische Bundesregierung unter Ministerpräsident Elio di Rupo erwägt eine zeitweilige Verstaatlichung der Produktionslinien, bis für sie ein Käufer gefunden werden kann.

Der von dem indischen Industriellen Lakshmi Mittal beherrschte weltgrößte Stahlkonzern macht fehlende Nachfrage aus der Autoindustrie für seine Entscheidung verantwortlich, im Raum Lüttich 1300 Arbeitsplätze abzubauen. Bereits Ende 2011 waren die Hochöfen stillgelegt und 800 Arbeitsplätze gestrichen worden. Trotzdem seien in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres in diversen Werken des Lütticher Beckens Verluste von mehr als 200 Millionen Euro angefallen, hieß es bei ArcelorMittal.

Weltweit gehen Experten von Überkapazitäten bei der Stahlproduktion in Höhe von 300 Millionen Tonnen aus. Nach Berechnungen des europäischen Stahlverbands Eurofer liegt der Überhang in Europ bei 50 Millionen Tonnen.

In Belgien wurden 2011 8 Millionen Tonnen Stahl, in Deutschland 44 Millionen Tonnen produziert.