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Städte am Suezkanal trotzen der Ausgangssperre

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Städte am Suezkanal trotzen der Ausgangssperre

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In den drei Städten am Suezkanal, in denen am Sonntag der Ausnahmezustand erklärt wurde, gingen die Proteste trotz der verhängten Ausgangssperre weiter. In Ismailia trotzten am Montag Tausende Regierungsgegner dem nächtlichen Versammlungsverbot.

In den vergangenen drei Tagen sind in Ismailia, Suez und Port Said mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Am Nachmittag wurden in Port Said Menschen zu Grabe getragen, die während einer Beerdigung am Sonntag erschossen worden waren. Plötzlich wiederholen sich die vom Vortag bekannten Szenen der Gewalt.

Unbekannte eröffnen das Feuer auf die Trauernden. Wieder gibt es Tote.

Einem Team von Euronews gelang es, Aufnahmen von einem der Heckenschützen zu machen, aber es ist nicht klar, wer die Angreifer sind.

Viele Einwohner von Port Said machen die Regierung für die Gewalt verantwortlich.
“Sie schießen auf uns, weil wir Gerechtigkeit fordern und Unrecht ablehnen”, so ein Demonstrationsteilnehmer. “Den Regierungsvertretern, die uns unterdrücken, geht es nur um ihre eigene Position, und wir zahlen dafür mit unserem Blut.”

“Die drei Städte am Suezkanal sind in einen Strudel der Gewalt geraten”, so die Einschätzung des Euronews-Reporters Mohammed Shaikibrahim in Port Said. “Die meisten Menschen hier sehen den Konflikt nicht mehr als politische Auseinandersetzung sondern als Rache für die Verhängung des Ausnahmezustands und die Todesurteile für die Gewalt im hiesigen Fußballstadion vor einem Jahr.”