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Dopingskandal: Gegeneinander statt miteinander

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Dopingskandal: Gegeneinander statt miteinander

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Eigentlich sollten die wichtigsten Institutionen im Kampf gegen den Dopingsumpf im Radsport ein gemeinsames Interesse haben, doch mittlerweile heißt es eher: Jeder gegen jeden. Nach dem Geständnis von Lance Armstrong ist ein offener Kampf zwischen dem internationalen Radsportverband UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ausgebrochen.
Dabei hatte UCI-Chef Pat McQuaid am Freitag noch die Hoffnung auf eine engere Zusammenarbeit der beiden Organe geäußert:

“Ich hoffe, dass diese Lektionen und der Prozess der Wahrheitsfindung dabei helfen werden, dass die jungen Fahrer von heute ihren Sport in den kommenden Jahren in einem völlig anderen Umfeld ausüben können”, so McQuaid.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur erteilte einer Kooperation im Zuge der sogenannten Wahrheits- und Versöhnungskommission eine Absage, “solange diese ihre einseitige und arrogante Haltung fortsetzt”, hieß es in einer Erklärung. Die UCI hatte am Montag mitgeteilt, es sei eine gemeinsame Kommission eingesetzt worden – laut der Welt-Anti-Doping-Agentur eine Falschmeldung, die zudem erneut kritisierte, die UCI ließe einen echten Willen zur Aufklärung der Involvierung in den Armstrong-Skandal vermissen.