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Im Norden Malis haben französische Soldaten den Flugplatz der Stadt Kidal besetzt. Kidal ist in der Hand der aufständischen Tuareg; nach ihren Angaben sind die Islamisten dort abgezogen. Tuareg und Franzosen verhandeln jetzt.

Allerdings wollen auch die Tuareg im Norden einen eigenen Staat einrichten. Die Franzosen wollen das Gegenteil – der Regierung den Landesnorden zurückgeben. Andere Städte im Norden wie Timbuktu oder Gao sind von malischen und französischen Soldaten schon zurückerobert worden.
Zu Kämpfen kam es dabei aber kaum: Die Islamisten wichen einfach aus und zogen sich in die schwer zugängliche Wüste zurück.

Im schon zurückeroberten Timbuktu herrscht Unklarheit über wertvolle Manuskripte aus einem Forschungsinstitut, die als zerstört gemeldet worden
waren. Fachleute des Instituts sagen, ein Teil oder sogar die meisten Bestände seien schon längst in Sicherheit gebracht worden.

Die Neue Zürcher Zeitung zum Beispiel zitiert den Institutsleiter: Laut Abdul Kader Maiga wurden gut 25000 Handschriften, etwa die Hälfte des Bestands,
schon längst in die Hauptstadt Bamako gebracht. Diese Geheimaktion habe letzten Juni begonnen, nachdem Islamisten in Timbuktu die ersten Grabstätten geschändet hatten.

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