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Nadim Karam in der Londoner Ayyam Gallery


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Nadim Karam in der Londoner Ayyam Gallery

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Der libanesische Maler, Bildhauer, Designer und Architekt Nadim Karam ist bekannt für grenzüberschreitende Arbeiten. “Shooting the Cloud” heißt seine aktuelle Ausstellung mit neuen Werken in der frisch eröffneten Londoner Ayyam Gallery.
Zu sehen sind verspielte Traumlandschaften und Skulpturen, die an freche Fabelwesen erinnern.
Karam arbeitete zunächst als Architekt in Beirut und zog Anfang der 90er Jahre nach Paris. Dort begann er andere Kunstformen zu erforschen, um die traumatischen Bürgerkriegserlebnisse zu verarbeiten.

Nadim Karam: “Ich bin im Libanon aufgewachsen und habe den Krieg erlebt, ich erlebe ihn bis heute, er beherrscht die gesamte Region. In meinen Werken spürt man Absurdität des Krieges, doch sie geben auch Optimismus zum Ausdruck, denn die Menschen brauchen das. Manche Bilder glitzern in frischen Farben, damit der Betrachter über das Dargestellte hinaus sieht und Lebensfreude verspürt.”

Die Ayyam Gallery versteht sich als Schaufenster für Kunst aus dem Nahen Osten und verfügt über eine umfangreiche Sammlung. London ist der jüngste Ableger der 2006 in Damaskus gegründeten Galerie. Weitere Zweigstellen befinden sich in Beirut und Dubai. Weil nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien kein normaler Ausstellungsbetrieb mehr möglich war, half die Galerie ihren Künstlern, Werke ins Ausland zu bringen.

“Kunst und Kultur aus dem Nahen Osten erzählen wichtige Geschichten, genau dafür interessieren sich die Menschen”, sagt Galeriebegründer Khaled Samawi. “Es ist eine faszinierende Region, und derzeit Schauplatz von Gewalt, was jedoch hoffentlich dazu führen wird, dass hier ein besserer Ort entsteht, und die Region das bekommt, was sie verdient hat, eine gutes Leben.”
Die Eröffnungsausstellug zu Ehren von Nadim Karam geht bis zum 9. März.

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