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Präsident Mursi reist nach Berlin, aber verschiebt Parisbesuch

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Präsident Mursi reist nach Berlin, aber verschiebt Parisbesuch

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In der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben sich Polizei und zumeist jugendliche Regierungsgegner am fünften Tag in Folge Straßenschlachten am Tahir-Platz geliefert. Seit dem zweiten Jahrestag des Sturzes von Hosni Mubarak in der vergangenen Woche sind bei Ausschreitungen mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Aufgrund der anhaltenden Gewalt in seinem Land hat Präsident Mohammed Mursi eine Reise nach Frankreich abgesagt. Berlin wollte er jedoch, wie geplant, am Mittwoch besuchen. Ägypten benötigt dringend deutsche Investitionen. Doch bevor es neue Hilfen der Bundesregierung gibt, muss Mursi Bundeskanzlerin Merkel die Entwicklung in seinem Land erläutern.

Und die Lage ist alles andere als ermutigend, so verlautet es aus der ägyptischen Militärführung. Das Land stehe kurz vor dem Zusammenbruch, erklärte Armeechef Abdel Fattah al-Sisi. Besonders wichtig sei jetzt die Sicherung des Suezkanals, so al-Sisi, aufgrund seiner Bedeutung für Ägyptens wirtschaftliche Entwicklung.

In Port Said, einer der drei Städte am Suezkanal, in denen der Notstand erklärt wurde, bot sich am Dienstag ein mittlerweile vertrautes Bild: Es werden die Menschen zu Grabe getragen, die während einer Beerdigung am Vortag von Heckenschützen erschossen wurden.