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Für Feministinnen ist die neueste Studie der American Sociological Review wohl keine gute Nachricht, denn darin wird festgestellt, dass verheiratete Männer, die sich mehr an den unbeliebten Hausarbeiten wie Putzen und Einkaufen beteiligen, weniger Sex haben. Gartenarbeit oder das Herumwerkeln am Auto wirken sich der Untersuchung zufolge aber nicht negativ auf das Sexleben der Männer aus. Die Studie bezieht sich auf Umfragen von 7.002 Männern in den USA. Wie der Leiter der Studie Sabino Kornrich erklärt, versuchten er, Julie Brines und Katrina Leupp der Annahme nachzugehen, dass Männer bei ihren Frauen Hausarbeit gegen sexuelle Beziehungen eintauschen. Dieser Tausch findet aber offenbar nicht statt.

Ganz verzweifeln sollten Verfechter von gleichen Rechten für Frauen und Männer aber auch nicht. Grundsätzlich stellen die Forscher in der American Sociological Review fest, dass Frauen heute mehr verdienen als früher und dass die Arbeit heute wesentlich ausgeglichener aufgeteilt wird. Wenn Männer sich nicht an den Hausarbeiten beteiligten, führe dies zu Konflikten und zu unzufriedenen Ehefrauen – und dies sei dann auch negativ für das Eheleben, meint der Soziologe. Sabrino Kornrich und seine Mitstreiterinnen rufen denn auch dazu auf, den Zusammenhang zwischen Arbeit im Haushalt und Sex weiter zu untersuchen. Grundsätzlich gelangen sie zu dem Ergebnis, dass Männer, die sich eher “männlichen” Arbeiten (wie Auto und Garten) widmen, pro Monat etwa fünf Mal mehr mit ihren Ehefrauen schlafen als die Männer, die mehr putzen und einkaufen.

Sex unterliegt offenbar ganz anderen Regeln als dem einfachen Deal: “Wenn Du putzt, dann schlafe ich mit Dir.” Aber hat denn je ein Mann an diese Gleichung geglaubt?

Credit photo:FlickR/makelessnoise

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