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Ägypten: Erneut Proteste gegen Präsident Mursi

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Ägypten: Erneut Proteste gegen Präsident Mursi

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Vor dem Präsidentenpalast in Kairo haben sich tausende Menschen versammelt. Sie fordern den Rücktritt von Staatschef Mohammed Mursi. Mehrere Brandsätze wurden geworfen und Augenzeugen zufolge kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Nach dem Freitagsgebet waren im ganzen Land Menschen auf die Straße gegangen. Viele werfen Mursi vor, machtgierig zu sein und die Revolution verraten zu haben.

Ein Mann erklärte: “Wir demonstrieren heute, weil die Versprechen der Revolution nicht gehalten wurden. Wir wollen diese Regierung zu Fall bringen, denn sie ist nur die Fortsetzung des alten Systems.”
Eine Frau klagte: “In der neuen Verfassung gibt es keine Rechte für Frauen, keine Bildung und keine Krankenversicherung.”

Auch in der Stadt Port Said am Suez-Kanal kam es wieder zu Protestkundgebungen. Bei den jüngsten Krawallen waren 60 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt worden.

Die Spitze des ägyptischen Militärs warnte, das Land befinde sich am Rande des Kollaps. Viele Ägypter machen den Konflikt zwischen Muslimbrüdern und Liberalen für ihre miserable Lage verantwortlich.