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"Ich kann tun, was immer ich mir vornehme", sagt "Ruheständlerin" Clinton

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"Ich kann tun, was immer ich mir vornehme", sagt "Ruheständlerin" Clinton

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“Nein” hat sie nicht gesagt auf die Frage nach einem politischen Comeback, etwa bei den Präsidentenwahlen 2016. Sie sehe das nicht, sagte Hillary Clinton vor ihrem definitiv letzten Arbeitstag als amtierende US-Außenministerin an diesem Freitag.

Zuletzt hatte sie, gesundheitlich angeschlagen, für Sicherheitsmängel beim niedergebrannten US-Konsulat in Bengasi die Verantwortung übernommen.

Hillary Clinton, scheidende US-Außenministerin:

“Amerika ist heute zu Hause stärker und hat in der Welt mehr Respekt. Und unsere weltweite Führungsposition steht auf einer solideren Grundlage als viele das vorhergesehen haben.”

Doch trotz der mehr als 1,5 Millionen zurückgelegten Reisekilometer in 112 Länder ist der
Nahost-Konflikt weiterhin ungelöst, die Beziehungen zu Russland und China gelten weiter als gespannt – und auch das Verhältnis zu Europa scheint ernüchtert.

Susan Glasser, Chefredakteurin Foreign Policy Magazine:

“Sie hat Großartiges geleistet – so wird sie allgemein wahrgenommen, ihre Zustimmungswerte schlägt kaum einer, von welcher Partei auch immer. Gleichzeitig fällt kaum jemandem eine ganz konkrete Leistung in ihrem Amt ein. Irgendwie ein Spiegelbild der Frage: Was wird von einem Außenminister in der heutigen Zeit eigentlich erwartet?”

Erst mal will Hillary Clinton jetzt Vorträge halten, schreiben und mit Ehemann und Tochter für diverse Stiftungen arbeiten. Mal sehen, wie sich Nachfolger John Kerry schlägt.

“Ich kann tun, was immer ich mir vornehme,” sagte die 65jährige. “Die Gesundheit macht mit und die Kondition habe ich auch.”

Mit Reuters, dpa