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Spanischer Finanzskandal spitzt sich zu: Auch Ministerpräsident Rajoy gerät in Bedrängnis

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Spanischer Finanzskandal spitzt sich zu: Auch Ministerpräsident Rajoy gerät in Bedrängnis

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In Madrid haben Hunderte Menschen vor dem Sitz der regierenden Volkspartei PP demonstriert. Grund ist eine Affäre um angebliche schwarze Kassen der Partei. Insbesondere dreht sich der Skandal um den früheren Schatzmeister Luis Bárcenas. Doch wegen eines Berichts in der Zeitung El Pais gerät nun auch Ministerpräsident Mariano Rajoy in Bedrängnis.

Außerdem wird die Generalsekretärin beschuldigt, Gelder erhalten zu haben.
Im Namen der Partei wies sie die Vorwürfe zurück:

“Wir dementieren den Inhalt dieses Berichts und der Dokumente, die veröffentlicht wurden.
Ich habe logischerweise mit dem Ministerpräsidenten gesprochen und ich kann Ihnen mitteilen, dass er sehr entspannt ist.”

“El Pais” hatte Abrechnungen abgedruckt, die offenbar belegen, dass knapp zwei Jahrzehnte lang nicht offiziell deklarierte Beträge an Parteiführer gezahlt worden seien. Darunter soll auch Parteichef Mariano Rajoy gewesen sein.

Der Chef der Sozialisten fordert Aufklärung:

“Ich erwarte vom Regierungschef eine Erklärung, und zwar direkt von ihm. Denn diese Informationen betreffen ihn persönlich. Ich will, dass er öffentlich zwei einfache Fragen beantwortet: Hat er diese Zahlungen bekommen, ja oder nein? Wenn er diese erhalten hat, warum hat er sie erhalten? War es gewaschenes Geld?”

Bisher nahm Rajoy zu den Vorwürfen nicht Stellung, er berief für Samstag jedoch den Parteivorstand zu einer Sondersitzung ein. Gegen die Zeitung El Pais kündigte die PP rechtliche Schritte an.