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Tahrir-Platz: "Ort des Grauens" für Frauen


Ägypten

Tahrir-Platz: "Ort des Grauens" für Frauen

Der Tahrir-Platz in Kairo wird für Frauen immer gefährlicher. Allein am zweiten Jahrestag der Revolution, in der vergangenen Woche, sind laut ägyptischen Menschenrechtsorganisationen mindestens 25 Frauen brutal angegriffen worden.

Aktivisten zufolge kommt es in den sogenannten
“Vergewaltigungsecken” beinahe jeden Abend zu sexuellen Übergriffen. Männer isolieren eine Frau von der Menge und reißen ihr die Kleider vom Leib. Wieviele Frauen genau begrapscht, geschlagen oder vergewaltigt wurden, weiß niemand.

Die Selbsthilfeorganisation Operation Anti-Sexual-Harassment will jetzt alles tun, um die Frauen in Zukunft besser zu schützen. Ihre Sprecherin
Salma Eltarzi erklärte: “Bei den großen Demonstrationen in den vergangenen Monaten gab es jedesmal sehr gewalttätige Angriffe. Unser Ziel ist es nun, sexuelle Belästigung zu verhindern, also dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht dazu kommt.”

Die Autorin Nawal el Saadawi sagte: “Frauen stellen die Hälfte der Gesellschaft. Sie werden in allen Bereichen zurückgedrängt. Dagegen müssen wir uns wehren.”

Rund 200 Aktivisten patrouillieren auf dem Tahrir-Platz und versuchen den Frauen rechtzeitig zur Hilfe zu kommen. Viele sind davon überzeugt, dass der Staat die Angriffe organisiert, als Abschreckung, um die Frauen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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