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Türkischer Linksextremist soll Selbstmordanschlag auf US-Botschaft verübt haben

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Türkischer Linksextremist soll Selbstmordanschlag auf US-Botschaft verübt haben

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Den Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara hat offenbar ein Linksradikaler verübt.

Das bestätigte Innenminister Muammar Güler. Der Selbstmordattentäter gehörte der verbotenen Organisation DHKP-C an.

Der 30-Jährige Türke hatte schon 1997 einen Anschlag in Istanbul verübt. Nach einer Haftstrafe war er 2002 wieder freigelassen worden.

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan verurteilte die Tat scharf.

“All diese Anschläge richten sich gegen den Frieden und das Wohlergehen in unserem Land. Wir müssen weltweit gemeinsam gegen den Terrorismus kämpfen.” Die Türkei werde niemals in die Knie gehen, sagte Erdogan weiter.

Ein Wachmann wurde getötet und eine Journalistin lebensgefährlich verletzt. Der amerikanische Botschafter Francis Ricciardone eilte zum Krankenhaus:

“Wir alle fühlen uns unter Freunden in einem Land, das für Amerikaner sicher ist. Ich habe der Familie des türkischen Helden meine letzte Ehre erwiesen. Er hat uns jeden Tag beschützt, er war gut ausgebildet und in seiner Arbeit engagiert. Er starb, als er die türkischen und amerikanischen Mitarbeiter unser Botschaft beschützte.”

Der Täter zündete seinen Sprengsatz in der Sicherheitsschleuse am Eingang zur Visa-Abteilung der Botschaft. Die Detonation war über einen Kilometer weit zu hören.