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Kairo: Aufgebrachte Menge schert sich nicht um Gewaltverzicht

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Kairo: Aufgebrachte Menge schert sich nicht um Gewaltverzicht

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In Ägypten ist der Aufruf des höchsten Imams der Sunniten zum Gewaltverzicht offenbar verpufft:
Bei Zusammenstößen in Kairo wurden nach staatlichen Quellen ein Demonstrant erschossen und mindestens 53 Personen verletzt.

Tausende Menschen hatten gegen die Regierung von Präsident Mohammed Mursi demonstriert. Um den Präsidentenpalast zogen Schwaden von Tränengas, Wasserwerfer versuchten, die Menge zu zerstreuen. Nach Medienberichten war der Amtsitz mit Brandsätzen und Feuerwerkskörpern angegriffen worden. Im Garten des Palastes brach offenbar Feuer aus.

Die Menge forderte den Rücktritt Mursis, einen Sturz seiner Regierung und ein Ende des ausgerufenen 30-tägigen Notstandes am Suez-Kanal.

Ein Demonstrant: “Heute fällt er, so Gott will.”

Die Gewalt war eskaliert, nachdem ein Gericht 21 Todesurteile gegen Fußballfans wegen der tödlichen Krawalle in Port Saïd im vergangenen Jahr verhängt hatte.

Auch in der Hafenstadt Alexandria, Ismailia und in
Port Saïd gab es Protestmärsche gegen Mursi.