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Kamel will nicht zu Hollande nach Frankreich

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Kamel will nicht zu Hollande nach Frankreich

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Der französische Präsident Francois Hollande ist in Mali zum Truppenbesuch. Auf dem Flughafen von Timbuktu wurde er von einem singenden Empfangskomitee begrüßt.

Einzig ein Kamel, ein Geschenk für den Franzosen, freute sich so gar nicht über den Gast aus Paris, noch weniger darüber, dass es an Bord einer Transall-Maschine nach Frankreich geflogen werden soll. Das Tier ließ sich von Hollande nicht streicheln, wandte demonstrativ den Kopf ab und schrie laut.

Seit etwa drei Wochen helfen französische Einheiten den malischen Regierungssoldaten, den von den Islamisten mit Gewalt besetzten Nordteil Malis zurückzuerobern. Auf dem zentralen Platz in Timbuktu versammelten sich Tausende Malier, um Frankreich zu danken. Überall wehte die französische Flagge.

Ein Malier mit einer blau-weiß-roten Mütze auf dem Kopf ruft: “Gott sei Dank gibt es Frankreich. Frankreich hat uns gerettet. Francois Hollande hat alles gut gemacht, wir danken ihm. Wir sind wieder frei.”

Hollande traf auch den malischen Übergangspräsidenten Dioncounda Traore, um über die Zukunft des west-afrikanischen Landes zu sprechen. Mit Blick auf die militärischen Erfolge und
die Rückeroberung wichtiger Städte sagte Hollande, der Kampf sei noch nicht beendet. “Seit dem 11. Januar haben wir schon eine Menge Arbeit
geleistet, aber es ist noch nicht alles erledigt”, so der Staatschef.