Eilmeldung

Eilmeldung

Spanien: Rajoy weist Schwarzgeldvorwürfe zurück

Sie lesen gerade:

Spanien: Rajoy weist Schwarzgeldvorwürfe zurück

Schriftgrösse Aa Aa

Im Skandal um angebliche schwarze Kassen bei
Spaniens regierender Volkspartei (PP) hat Ministerpräsident Mariano Rajoy alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Der 57-Jährige versprach mehr Transparenz und kündigte an, er werde ab Montag auf einer Homepage seine Steuer- und Vermögenserklärung offenlegen. Rajoy erklärte weiter: “Ich habe nie Schwarzgeld erhalten. Weder in meiner Partei noch irgendwo anders. Ich habe nichts zu verbergen und ich will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.”

Die spanische Tageszeitung “El Pais” hatte handschriftliche Aufzeichnungen veröffentlicht, die Rajoy direkt belasten. Es soll sich um die
inoffizielle Buchführung von Luis Bárcenas handeln, der zwischen 1990 und 2008 Schatzmeister der konservativen Volkspartei (PP) war.

Der sozialistische Oppositionsführer Alfredo Pérez Rubalcaba zweifelte an, ob Rajoy weiter an der Macht bleiben solle, da dieser eine Verbindung zu Bárcenas habe, der ein Schweizer Konto mit mehr als 22 Millionen Euro habe, Geld, das angeblich aus illegalen Aktivitäten stamme.

Viele Spanier haben jegliches Restvertrauen in die Politiker verloren. Am Freitagabend
protestierten rund 1.000 Menschen vor dem Hauptsitz der Volkspartei in Madrid. Sie forderten den Rücktritt Rajoys. Mehr als 700.000 Menschen haben eine entsprechende Internet-Petition unterschrieben.