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US-Vize Biden wünscht sich ein "starkes" Europa

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US-Vize Biden wünscht sich ein "starkes" Europa

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US-Vizepräsident Joe Biden hat auf der Sicherheitskonferenz in München die enge Partnerschaft mit Europa beschworen. Er sprach sich zudem für die Einführung eines transatlantischen Freihandelsabkommens aus. Die Früchte des Erfolgs wären laut Biden beinahe grenzenlos.

Er ging auch auf sicherheitspolitische Fragen ein:
“Nur wenn wir unsere militärische Stärke erhalten, können wir unsere gemeinsame Agenda voranbringen. Deswegen ist ein starkes Europa im Interesse der USA und der ganzen Welt.”

Die USA tragen bislang allein rund drei Viertel des Nato-Budgets. Doch steigende Verteidigungsausgaben wird es in Zeiten leerer Kassen in Europe vorerst nicht geben.
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen warnte vor einem Ungleichgewicht: “Ich wünsche mir, dass eines Tages kein einziger Verbündeter mehr als 50 Prozent von gewissen wichtigen militärischen Ressourcen bereitstellt. Damit das möglich wird, müssen die europäischen
Verbündeten mehr tun. Aus diesem Grund sind ihre Initiativen und Bemühungen so wichtig. Ein starker europäischer Beitrag zur NATO wird ein starkes Engagement der USA garantieren.”

Unser Korrespondent James Franey fasste zusammen: “Washington’s größte Sorge ist, dass seine europäischen Verbündeten an Einfluss verlieren, wenn sie ihre Verteidigungsbudgets weiter kürzen. Insbesondere da sich China allem Anschein nach zu einer militärischen Supermacht entwickelt. Doch Bidens Warnung wird die europäischen Regierungen höchstwahrscheinlich nicht von ihrem Kurs abbringen. Der britische Premierminister David Cameron hat im Falle einer Wiederwahl 2015 erneute Kürzungen im Bereich der Verteidigung nicht ausgeschlossen.”