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Mali: Timbuktu nach den Islamisten

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Mali: Timbuktu nach den Islamisten

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In Timbuktu hält das ganz normale Leben wieder Einzug – die islamistischen Aufständischen sind aus der malischen Stadt verjagt, die französische Armee
geht nun im Landesnorden mit weiteren Luftangriffen gegen sie vor.

“Das wird denen eine Lehre sein”, sagt ein Mann in Timbuktu. “Wer die Islamisten nennt, schadet dem Ruf des Islam. Das sind keine Islamisten, das sind Terroristen.”

An die Zeit unter den Islamisten denken die Menschen hier nicht unbedingt gerne zurück: “Die haben doch selber die Zigaretten angebracht und verkauft”, meint ein anderer Mann. “Die erzählen uns, Zigaretten sind was Schlechtes, und dann verkaufen sie die an die Leute?”

Laut malischen Behörden wurde im Landesnorden, nahe der Grenze zu Algerien, ein Führer der Islamisten gefasst – Mohammed Mussa Ag Mohammed, demnach die Nummer drei der Gruppe Ansar Dine. Er werde nun in die Stadt Kidal gebracht; hinter der Festnahme stecke eine “verbündete bewaffnete Gruppe”. Näheres wurde bisher nicht bekannt.