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Mehr häusliche Sicherheit für Senioren

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Mehr häusliche Sicherheit für Senioren

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Warum stürzen diese Ingenieure zu Boden? Sie wollen das Leben älterer Menschen sicherer machen – im Rahmen eines internationalen Projekts.

“Ich bin Linda Haake. Ich lebe in Bremen und bin 88 Jahre alt.”

Frau Haake hat eine Wohnung in einem privaten Seniorenheim. Sie ist viel in Gesellschaft, aber auch wenn sie mal allein ist, macht sie sich keine Sorgen um ihre Sicherheit, denn ein intelligentes Überwachungssystem hat sie im Blick.

“Sollte mal irgend etwas sein, dann sendet das System ein Alarmsignal, – nach unten, nehme ich an. Ich weiß nicht so recht, wie es funktioniert.”

Dieser Kasten mit Stereokamera reagiert, wenn eine Person vor seinem Auge stürzt. Die Privatsphäre bleibt gewahrt, denn das System nimmt bewegliche Objekte nur in Umrissen wahr.

Ahmed Nabil Belbachir ist Koordinator des CARE-Projekts am Austrian Institute of Technology in Österreich:

“Wir haben einen optischen Sensor entwickelt, keine herkömmliche Kamera, sondern ein Sensor nach dem biologischen Vorbild des Insektenauges. Es besteht aus autonomen Pixeln, die auf Bewegungen in ihrem Blickfeld reagieren.”

Der Apparat kann leicht in der Wohnung eingebaut werden. Er arbeitet völlig autonom, ohne Videoübertragung nach außen. So bleibt die Privatsphäre in der Wohnung gewahrt. Das System meldet sich nur, wenn jemand stürzt. Tragbare Sensoren am Körper sind unnötig. Die Software erkennt den Sturz anhand typischer Veränderungen der Körperposition, Körperform und -geschwindigkeit. Dann sendet das System eine Textnachricht an vorbestimmte Empfänger wie Betreuer oder Familienangehörige.

Ahmed Nabil Belbachir:

“Das System wurde trainiert auf mehr als 1200 Stürze. Es hat von diesen Beispielen gelernt. Nun kann es in der Praxis eingesetzt werden, um Stürze autonom festzustellen.”

Automatische Warnungen verringern die Abhängigkeit von Betreuern. Die sind am Arbeitsmarkt sehr begehrt angesichts der alternden Bevölkerung Europas.

Im Seniorenheim “Am Rosenberg” in Bremen sind drei Wohnungen bereits mit dem neuen Überwachungssystem ausgerüstet. Weitere Bewohner wollen an dem Versuch teilnehmen. Melanie Thöben ist Leiterin des Seniorenheims :

“Es gibt verschiedene Systeme auf dem Markt. Wir haben dieses gewählt, weil es für Sicherheit sorgt, ohne die Privatsphäre zu verletzen, denn das ist etwas, das wir vermeiden müssen.”

Die Tests werden fortgeführt, bis die Zuverlässigkeit des Systems erwiesen ist. Dann soll es auf den Markt kommen.

http://care-aal.eu