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Flüchtlinge im eigenen Land

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Flüchtlinge im eigenen Land

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Immer mehr Menschen in Syrien werden zu Vertriebenen im eigenen Land.

Weil die Grenzen zu den Nachbarländern teils unerreichbar geworden sind, existieren mittlerweile auch auf syrischem Boden zahlreiche Flüchtlingslager.

Die Versorgungslage ist aber in den Camps kaum besser als in den oft zerstörten Dörfern und Städten, aus denen die Menschen geflohen sind.

Angesichts der verfahrenen Situation im Land forderte die syrische Opposition derweil von Präsident Baschar al-Assad eine klare Antwort auf ihr Verhandlungsangebot: Oppositionsführer Moas al-Chatib sagte, dass er im Interesse der Syrer bereit sei, der Assad-Regierung zu einem friedlichen Rückzug zu verhelfen. Der Chef der wichtigsten Oppositionsplattform hob zugleich hervor, dass weder die USA, noch die Russen oder der Iran eine Idee zur Beilegung des seit fast zwei Jahren andauernden Konflikts hätten.

Sprechen möchte die Opposition gern mit Vize-Präsident Farouk al-Shara, doch eine Antwort der Regierung auf das Gesprächsangebot steht bislang weiter aus.

Regierungsnahe syrische Zeitungen kommentierten die neue Dialogbereitschaft der Opposition mit den Worten, sie komme “zwei Jahre zu spät”.

Die Kämpfe dauerten landesweit an. Der vor fast zwei Jahren begonnene Konflikt hat inzwischen mehr als 60 000 Menschen das Leben gekostet.