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Marc Dutroux und der Streit um seine mögliche Haftentlassung

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Marc Dutroux und der Streit um seine mögliche Haftentlassung

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Für Marc Dutroux geht es um eine mögliche vorzeitige Haftentlassung: Der belgische Mädchenmörder hatte dazu jetzt eine Anhörung vor Gericht.

Dutroux sitzt eine lebenslange Haftstrafe ab, könnte aber theoretisch dieses Jahr freikommen. Praktisch wird das kaum geschehen; dazu hätte auch die Regierung noch ein Widerspruchsrecht.

Dass ein Verbrecher wie Dutroux wieder in Freiheit gelangen könnte – wenn auch mit elektronischer Fußfessel -, bewegt Freunde und Verwandte seiner Opfer, aber auch viele Menschen im ganzen Land.

Menschen wie Dutroux sollten niemals mehr freikommen, sagt der Anwalt Luk Delbrouck; er vertritt den Bruder eines der toten Mädchen. Wenn man wisse, was er getan habe und wie er es getan habe, dann sei es für die Regierung unmöglich, jemanden wie Dutroux freizulassen.

Dutroux hatte insgesamt sechs Mädchen in seiner Gewalt, die er folterte und missbrauchte. Vier der Mädchen starben. 1996 wurde Dutroux gefasst, 2004 verurteilt. Über die Einleitung einer möglichen Haftentlassung entscheidet das Gericht nun innerhalb von zwei Wochen: Am 18. Februar will es seinen Beschluss verkünden.