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Die Ratingagentur Standard & Poor's muss sich vor einem US-Gericht verantworten

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Die Ratingagentur Standard & Poor's muss sich vor einem US-Gericht verantworten

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Fünf Jahre nach dem Beinahe-Kollaps des Finanzsystems reichte das US-Justizministerium eine Betrugsklage gegen das Unternehmen ein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verklagt das Ministerium  Standard & Poor’s auf rund 3,7 Milliarden Euro.
 
Grund ist die Vergabe zweifelhafter Bonitätsnoten.
Den bewerteten Hypothekenpapieren im Jahr 2007 lagen vor allem Kredite von US-Eigenheimen zugrunde.
 
Das US-Justizministerium wirft der Ratingagentur vor, die Risiken bestimmter Wertpapiere bewusst heruntergespielt zu haben.
  
 
Als der zunächst boomende amerikanische Immobilienmarkt ins Taumeln geriet und eine weltweite Krise auslöste, verloren die Papiere schlagartig an Wert. Es waren sogar solche Papiere betroffen, die die Ratingagenturen nur Monate zuvor noch mit der Bestnote Triple-A ausgezeichnet hatten.

 Die Agentur selbst weist alle Anschuldigungen zurück.