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Britisches Unterhaus billigt ersten Schritt zur gleichgeschlechtlichen Ehe

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Britisches Unterhaus billigt ersten Schritt zur gleichgeschlechtlichen Ehe

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Die gleichgeschlechtliche Ehe hat bei einer ersten Abstimmung im Unterhaus des britischen Parlaments eine klare Mehrheit gefunden: 400 zu 175 Stimmen. Auf dem Weg zum Gesetz sind noch weitere Abstimmungen nötig.

Homosexuelle Paare können schon seit 2005 ehegleiche Partnerschaften schließen und auch Kinder adoptieren. Ab nächstem Jahr sollen sie nun heiraten können; bestehende Partnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden.

Diese Ehen können standesamtlich und theoretisch auch kirchlich geschlossen werden. Glaubensgemeinschaften müssen sich aber entscheiden, ob sie solche Ehen zulassen. Den Hauptkirchen, der Kirche von England und der ebenfalls anglikanischen Kirche in Wales, bleibt es verboten.

Es dauere lange, die Werte der Menschen zu ändern, sagt Caroline Lucas, eine Abgeordnete der Grünen. Manchmal müsse man auch erst einmal die Gesetze ändern. In ein paar Jahren würden die Leute gar nicht mehr wissen, warum man deshalb damals so ein Gewese gemacht habe.

Bei einer Kundgebung vor dem Parlament sagt Peter Tatchell, ein bekannter Verfechter der Homoehe, die Gegner wollten diskriminieren und hielten schwule Paare für unwürdig. Das sei zutiefst beleidigend. In einer Demokratie sollten vor dem Gesetz alle gleich sein.

Die geplante Regelung gilt für die beiden Landesteile England und Wales. Schottland plant demnächst sein eigenes Gesetz. In Nordirland gibt es dazu keine Pläne.

Der Gesetzentwurf zur Homoehe stammt von der Regierung. Die meisten Neinstimmen kamen aber gerade aus den Reihen der Tories, der größeren Regierungspartei. Wieder einmal haben sich etliche Abgeordnete im Unterhaus in einer wichtigen Frage gegen den eigenen Regierungschef gestellt.