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Deutsche Bildungsministerin steht jetzt ohne Doktortitel da

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Deutsche Bildungsministerin steht jetzt ohne Doktortitel da

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Die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan verliert fürs erste ihren Doktortitel. Die Universität Düsseldorf hat der CDU-Politikerin den Titel wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Täuschung entzogen.
Damit hat sie nun auch keinen Studienabschluss mehr, weil sie seinerzeit – 1980 – direkt promoviert hatte.

Die Entscheidung fiel im Rat der Philosophischen Fakultät. Der Ratsvorsitzende Bruno Bleckmann sagte, für die Aberkennung des Titels hätten zwölf von fünfzehn stimmberechtigten Mitgliedern votiert – bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Der Rat habe es als erwiesen angesehen, “dass die damalige Doktorandin systematisch und vorsätzlich über die gesamte Dissertation verteilt gedankliche Leistungen vorgab, die sie in Wirklichkeit nicht selbst erbracht hatte”.

Schavan bestreitet jeden Täuschungsvorwurf. Den Doktortitel will sie sich jetzt vor Gericht wiederholen. Auf dem Spiel steht auch ihre politische Laufbahn: Für eine Bildungs- und Forschungsministerin ist Schummeln bei der Doktorarbeit besonders peinlich.

Schavan hat für ihre Klage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf einen Monat Zeit. Der Prozess könnte sich über Monate hinziehen und durch weitere Instanzen gehen. Die Uni-Entscheidung ist somit nicht rechtskräftig.

Schavan ist nach dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) der zweite Minister in der Merkelregierung, dem wegen Plagiatsvorwürfen der Doktorgrad entzogen wird.