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Belgiens Staatsdiener: Erst sprechen, dann reformieren

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Belgiens Staatsdiener: Erst sprechen, dann reformieren

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In Belgien haben mehr als 10.000 Beamte gegen die Praxis protestiert, Pensionäre nicht zu ersetzen und bestimmte Qualifikationsprogramme zu streichen. Ihre Wut auf die sogenannte “natürliche Fluktuation” hat einen Namen: Hendrik Bogaert – er ist der Staatsekretär, der seit gut einem Jahr den öffentlichen Dienst modernisieren soll.

Gilles van Osthuijze, SLFP-Gewerkschaftsführer:

“Die Demonstration heute soll ein deutliches Signal an den Staatssekretär Bogaert sein: Beamte sind Leute, die auch Rechte haben. Es gibt eine Verhandlungen, die man mit Gewerkschaftern führen sollte, wenn man irgendeine Vereinbarung ändern will. Sonst demütigt dieser Staatssekretär die Gewerkschaften, demütigt die Arbeitnehmer.”

Ohne Diskussion sei zum Beispiel von einem Tag auf den anderen eine Fortbildungsprämie gestrichen worden, bemängelten viele. Das mache schnell bis zu 3.000 Euro pro Jahr weniger aus.

Bogaert selbst gibt an, der öffentliche Dienst habe 2012 seine Arbeit mit 17.000 Mitarbeitern weniger geschafft – von insgesamt 80.000 – für seine Gegner ein Indiz, wie stark der Arbeitsdruck in kurzer Zeit gestiegen ist.

Mit Reuters