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EZB macht sich keine Sorgen um starken Euro

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EZB macht sich keine Sorgen um starken Euro

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Die jüngste Aufwertung des Euro macht der Europäischen Zentralbank keine Sorgen.

Der Euro hatte in den vergangenen Monaten massiv aufgewertet – auch infolge einer sehr lockeren Geldpolitik in Japan und den USA.

In Frankfurt interpretiert EZB-Präsident Mario Draghi die aktuellen Stärke des Euro jedoch anders:
“Die Aufwertung ist ein Zeichen der Rückkehr des Vertrauens in den Euro. Die Wechselkurse zu beeinflussen, das ist kein Ziel der EZB. Es ist aber wichtig für Wachstum und Preisstabilität, zu beobachten, ob die Aufwertung – unsere aktuelle Risikobewertung verändert.”

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hatte wegen der Eurostärke bereits für eine aktive Wechselkurspolitik geworben. Er möchte den Euro abwerten. Die Forderung nach einem politisch gesteuerten Wechselkurs stößt jedoch vor allem in Deutschland auf Ablehnung.

Angesichts der Entspannung an den Finanzmärkten sehen einige Ökonomen die EZB bereits vor dem Rückzug aus der ultralockeren Geldpolitik.

Einige Finanzexperten prognostizieren, dass die Wirtschaft im Euroraum rasch in Schwung kommen und die Zinsen deshalb noch vor Ende des Jahres 2013 wieder angehoben werden. Andere Volkswirte hingegen, rechnen nach wie vor mit einer weiteren Zinssenkung. Den Euro-Leitzins hält Draghi vorerst auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent.