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Sotschi - teurer Wintersport in den Subtropen

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Sotschi - teurer Wintersport in den Subtropen

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Die Schwarzmeerstadt Sotschi war zu Sowjetzeiten “das” Sommerferienparadis für die einfachen Sowjetbürger. Nun wechselt der Verwendungszweck. Sotschi – im subtropischen Klima – wird Wintersportzentrum. In einem Jahr werden hier die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Die 300.000-Einwohner-Stadt zieht sich rund 40 km an der Schwarzmeerküste entlangt.
In der Stadt werden alle Hallen für “in-door” Sportarten gebaut. Dazu gehören das “Fisht Olympic Stadium”, wo die Eröffnungs- und Abschlußfeier stattfinden sollen. Hier wird noch emsig gebaut. Fertig hingegen ist der große Eispalast, in dem genau ein Jahr vor den Spielen die erste Show läuft – in Gegenwart von Präsident Putin. Noch gebaut wird am “Iceberg Skating Palace” für sämtliche Eiskunstlaufwettbewerbe.
Beworben hatte sich der Sommerkurort 2007 für die Winterspiele mit dem Argument, dass nur 50 Kilometer hinter der Stadt die Berge des Kaukasus ansteigen. Sotschi ist der erste Olympiaort, bei dem die Bauarbeiten bei Null begannen. Denn vorher gab es im subtropischen Klima keinen Wintersport. Entsprechend häufen sich die Probleme und steigen die Kosten. Die ersten Olympischen Winterspiele in einer Sommerferien-Region werden auch die teuersten der Geschichte.
Sotschi soll 36 Milliarden Euro kosten.
Vancouver 2010 kostete 1,4 Milliarden Euro und Turin 2006 3,4 Milliarden.
Da muss sich natürlich der Präsident persönlich darum kümmern, dass es voran geht. Schließlich war er 2007 als Präsident die treibende Kraft für die Bewerbung, also fragt er jetzt vor Ort den verantwortlichen Vize-Regierungschef Dmitri Kosak:
“Sie haben 2 Jahre Rückstand?” “Ja”, muss der eingestehen. Darauf Putin:” Und die Kosten steigen?” Kosak:“Ja, ernsthaft”. Sie steigen zum Beispiel für die Sprungschanzen um das Achtfache der geplanten Summen. Jetzt ist von einem Preis um die 200 Millionen Euro die Rede. Schon fertig sind die Bahnen für Rodel- und Bobwettbewerbe. Bei vergangenen olympischen Winterspielen war es zumeist üblich, dass die Athleten diese Bahnen schon eine Saison vor Olympia testen durften.