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USA: Waffenbefürworter gegen Waffengesetz im Staat Maryland

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USA: Waffenbefürworter gegen Waffengesetz im Staat Maryland

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Nach den jüngsten Zwischenfällen mit Schusswaffen in den USA ist klar: Die Regierung will Erwerb und Besitz dieser Waffen strenger kontrollieren.

Gleichzeitig darf aber grundsätzlich jeder Amerikaner Waffen haben, das sagt die Verfassung in ihrem zweiten Zusatz, der gerade erst wieder vom Obersten Gericht bestätigt worden ist.

In Annapolis bei Washington treffen sich an diesem Tag Waffenbefürworter zu einer Kundgebung. Martin O’Malley, der Gouverneur hier im Staat Maryland, will auf eigene Faust strengere Gesetze einführen – so wie sie im wesentlichen auch schon in einigen anderen Bundesstaaten gelten.

Die Gegner solcher Regelungen sind empört:
“Dieses Gesetz hilft Euch nicht, es hilft mir nicht”, sagt eine junge Frau vor der Menge. “Es hilft nur den Verbrechern.” – “Es geht doch hier kein bisschen
um Sicherheit”, meint ein Mann. “Hier wird gegen unschuldige Leute vorgegangen.”

Der Gouverneur will Waffen wie Maschinenpistolen verbieten und Waffenscheine für Handfeuerwaffen einführen; dazu sollen Fingerabdrücke genommen werden. Die Waffenbefürworter sehen in solchen Plänen einen Übergriff des Staats auf freie Bürger – die sich und ihre Rechte viel besser verteidigen, als der Staat es könnte.

“Ich wohne in einer sehr hübschen Gegend”, sagt eine ältere Frau hier; “aber jede Woche wird eingebrochen. Mit einer Waffe würde man vielleicht mal einen von denen kriegen.”

Viele stehen Schlange, um bei der Anhörung vor einem Senatsausschuss auszusagen. Vor allem die geplante Regelung mit den Fingerabdrücken erhitzt die Gemüter. Der Bundesstaat verteidigt sie, weil sie Waffenverkäufe an Strohmänner verhindern soll. Ob sie im endgültigen Gesetz stehen wird, ist aber unklar.