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"Keine Hoffnung mehr" - behinderte Kinder und alte Menschen fliehen aus Syrien

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"Keine Hoffnung mehr" - behinderte Kinder und alte Menschen fliehen aus Syrien

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Jeden Tag fliehen mehr als 5.000 Menschen aus Syrien – das hat das UN-Flüchtlingskommissariat errechnet. Wenn der Krieg nicht rasch beendet wird, übersteigt die Zahl der Flüchtlinge noch in diesem Frühjahr eine Million. Das sind ebensoviele Einzelschicksale – wie das der Kinder und Familien, die in Zelten in Jordanien Zuflucht gefunden haben.

“Es war schwierig, über die Grenze zu kommen,” sagt ein alter Mann aus Damaskus. “Wegen der Heckenschützen mussten wir sehr vorsichtig sein.”

Eine Frau klagt, sie wurde auf der Flucht von ihrer Familie getrennt, sie ist 95 und wollte nie weg, aber die Soldaten haben ihr Haus angezündet.

Trotz der winterlichen Temperaturen fliehen immer mehr Menschen vor den Kämpfen – statt einiger hundert kommen jetzt täglich tausende in Jordanien an.

Der UN-Verantwortliche vor Ort erwartet, dass demnächst ganze Dörfer fliehen werden. In der Gegend um Deraa hätten die Menschen die Hoffnung aufgegeben. Denn warum sonst würden Leute wie die 95jährige Frau ihr Land verlassen…

Bei dieser kaum vorstellbaren Zahl von Flüchtlingen fürchten die Helfer auch, dass die Großzügigkeit der Nachbarländer Syriens bald nicht mehr ausreicht. Denn in allein in den offiziellen Lagern sind schon jetzt fast 800 000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.