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Anschlag auf Parlament: Indien hängt Verschwörer

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Anschlag auf Parlament: Indien hängt Verschwörer

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In Indien ist Afzal Guru, ein Hintermann des Anschlags auf das indische Parlament im Jahr 2001, gehängt worden. Er soll mit der von Pakistan aus operierenden militanten Moslemgruppe Jaish-e-Mohammed die Tat vorbereitet haben.

Zuvor hatte Präsident Pranab Mukherjee ein letztes Gnadengesuch des Mannes abgewiesen. Indiens Innenminister R.K. Singh zufolge wurde das Urteil Samstagfrüh im Tihar-Gefängnis in Neu Delhi vollstreckt.

Guru stammt aus Kaschmir. Er beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Die indische Armee fürchtet nun Racheakte und verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen in der Region.

Ein Mann erklärte, dass die Hinrichtung Gurus nichts rechtens gewesen sei. Er habe auf eine Wende zum Besseren gehofft, doch jetzt werde sich die Lage in Kaschmir höchstwahrscheinlich verschlechtern.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen muslimische Gruppen seit Jahrzehnten für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan. In dem Konflikt sind mehr als 68.000 Menschen ums Leben gekommen.

Im Dezember 2001 hatten fünf Aufständische das Parlament in Neu Delhi gestürmt und acht Polizisten sowie einen Gärtner getötet. Sie wurden von Sicherheitskräften erschossen.