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Tunesien: Regierungschef Jebali droht mit Rücktritt

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Tunesien: Regierungschef Jebali droht mit Rücktritt

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Nach den Massenprotesten gegen die tunesische Regierung gingen am Samstag deren Anhänger in Tunis auf die Straße. Rund 6000 Menschen folgten einem Aufruf der islamistischen Ennahda-Partei. Unterdessen hat Ministerpräsident Hamadi Jebali mit seinem Rücktritt gedroht, sollte die von ihm geplante Regierungsneubildung scheitern. Seine Ennahda-Partei lehnt die Expertenregierung ab.

Auch für Teile ihre Anhänger ist sie kein Thema:
“Ich bin hier, um diese Demonstration und alle friedlichen Demonstrationen zu unterstützen, die versuchen unser Land zu retten”, so ein Mann. “Ich bin hier, um die Regierung zu unterstützen”, so ein Anderer. “Die tunesische Revolution muss weiter gehen, damit wir unsere Ziele erreichen. Wir sagen außerdem nein zu ausländischen
Geheimdiensten, nein zu einer Einmischung Frankreichs in unsere Angelegenheiten und nein zu Komplotten.”

Die Demonstranten verurteilten auch die französische Militäroffensive in Mali. – Am Freitag waren Zehntausende Tunesier gegen die Regierung auf die Straße gegangen. “Der politische Konflikt in Tunesien wird ein Rennen um die Mobilisierung der Massen, so der Euronews-Reporter. “Ein Muskelspiel zwischen der Ennahda-Partei und der Opposition. All das geschieht in einer angespannten Atmosphäre, in der alles möglich ist.”