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Aufregung und Unglaube in Rom

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Aufregung und Unglaube in Rom

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Dass der Papst Ende des Monats zurücktritt, damit haben weder Touristen, noch weltliche Römer oder Gläubige aus aller Welt gerechnet. Aus dem Unglauben wurde jedoch schnell die Gewissheit, einen historischen Moment mitzuerleben.

Eine amerikanische Sprachschülerin war zufällig in der Nähe des Petersdoms. “Wir waren unterwegs und irrten herum. Plötzlich bemerkten wir all diese Kameras. Mein Gott, was für ein historischer Moment – und wir sind dabei.”

Eine Frau aus Rom vermutet Drahtzieher hinter dem Schritt: “Er könnte zum Rücktritt gezwungen worden sein. Das ist vielleicht seit 500 Jahren nicht mehr vorgekommen, habe ich gehört. Das ist schon sehr heftig.”

Ein anderer Passant meint, “ich finde, es ist eine große Entscheidung. Dieser Moment bringt uns alle zum Nachdenken.”

Zwei Nonnen erklären: “Das kommt so überraschend, wir haben nicht damit gerechnet. Das tut uns so leid, weil wir ihn so verehrt haben. Die Welt steht Kopf. Wir legen unser Schicksal in Gottes Hände.”

Eine spanische Touristin blickt bereits in die Zukunft. Sie hofft:“Vor Kardinal Ratzingers Wahl war die Rede von einem schwarzen Papst. Auf ihn warten wir seitdem.”

Viele warten auch auf eine persönliche Erklärung Benedikts XVI. am Aschermittwoch.

Euronews-Reporterin Loredana Pianta aus Rom: “Eine unglaubliche Neuigkeit: Den Katholiken und dem Rest der Welt fällt es immer noch schwer zu glauben, dass der Papst abtritt. Jeder hofft, dass Benedikt XVI. persönlich Stellung nimmt und seine Gründe erklärt.”