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Paris darf Peugeot Citroën helfen

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Paris darf Peugeot Citroën helfen

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Die EU-Kommission hat 1,2 Milliarden Euro
staatliche Beihilfen für die Autobank des angeschlagenen französischen Herstellers PSA Peugeot Citroën genehmigt.

Mit dem Geld dürfe Peugeot staatlich abgesicherte Anleihen platzieren, teilten die obersten Wettbewerbshüter Europas in Brüssel mit. Die
Garantie sei notwendig, um der PSA Bank den Zugang zum Markt offen zu halten und Ansteckungsgefahren für den französischen
Bankensektor zu vermeiden, so die Wettbewerbshüter.

Die staatliche Unterstützung war bereits im Oktober 2012 vereinbart worden. Damals hatte der kriselnde Autobauer PSA eine Zusage des französischen Staates für Staatsgarantien von bis zu
sieben Milliarden Euro bekommen. PSA baut zudem massiv Arbeitsplätze ab und setzt auf eine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls defizitären
deutschen Hersteller Opel.

Die Bewilligung gelte nur vorläufig für sechs Monate, bis die gesamte PSA-Gruppe einen Sanierungsplan vorlege, so die EU-Kommission: “Dieser Plan muss auch die Lebensfähigkeit der PSA-Finanzbank sicherstellen.”

Die PSA-Finanzsparte ist auf Fahrzeugkredite spezialisiert. Wegen negativer Ratingurteile für den Gesamtkonzern hat sich in der Krise die Kreditaufnahme für das Unternehmen verteuert. Die PSA Autobank ist davon besonders betroffen, weil sie im Vergleich zu anderen Konkurrenten kein Einlagengeschäft betreibt. Mit der Staatshilfe
könne die PSA Autobank in den nächsten sechs Monaten Anleihen mit dreijähriger Laufzeit herausgeben.

Nach den EU-Verträgen muss die EU-Kommission staatliche Beihilfen genehmigen, um zu verhindern, dass diese den Wettbewerb in Europa verzerren. Erst wenn der Restrukturierungsplan vorliege, werde man über die gesamten Beihilfen für den PSA-Konzern entscheiden, sagte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.