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Pferdefleischskandal zieht Kreise

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Pferdefleischskandal zieht Kreise

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Der Pferdefleischskandal zieht immer weitere Kreise. Der britische Umweltminister Owen Paterson spricht von einer internationalen Verschwörung. In Großbritannien war in Fertiggerichten des Konzerns Findus Pferde- statt Rindfleisch entdeckt worden. Die Gerichte waren von dem französischen Fleischverarbeiter Comigel geliefert worden.

“Ich habe das schreckliche Gefühl, dass wir eine internationale Verschwörung vor uns haben. Es gibt Unmengen Material, die auf der ganzen Welt herumgeschoben werden und es scheint, dass irgendwann ein korrektes Produkt durch etwas ersetzt wurde, was nicht korrekt war”, meint der britische Umweltminister Owen Paterson.

Comigel macht seinen rumänischen Lieferanten verantwortlich. Sechs französische Supermarktketten nahmen Fertiggerichte der betroffenen Konzerne aus dem Sortiment.

“Für mich ist das ein Geschäft, diesen Betrug zu organisieren. ich würde ganz klar sagen, da ist eine Mafia am Werk, die versucht die Verbraucher zu betrügen und dabei eine Menge Geld zu machen”, meint der Lebensmittelrebell Jose Bove, der inzwischen für die Grünen im Europaparlament sitzt.

Für die Gesundheit stellt Pferdefleisch keine Gefahr dar. Es ist besonders mager und zugleich eisenreich. Allerdings hat es als Lebensmittel für die Armen einen schlechten Ruf.

Links:
Britische Lebensmittelaufsicht Food Standards Agency (FSA) (englisch)
http://www.food.gov.uk/
Britisches Umweltministerium (englisch)
http://www.defra.gov.uk/
Erklärung von Findus UK (englisch)
http://www.findus.co.uk/