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Benedikts Revolution von oben

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Benedikts Revolution von oben

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Wie wird er eigentlich heißen, der zur Zeit prominenteste Spätrentner? Benedikt? Oder wieder Joseph? Und sind Päpste eigentlich rentenversichert?
 
Fest steht: Benedikt XVI hat vor der Ankündigung seinen Rückzug von langer Hand vorbereitet. Der Alterssitz des 85jährigen, das Klausurkloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten, werde gerade renoviert, hat sein Bruder Georg Ratzinger nach langer Schweigepflicht verraten – samt Gästezimmer für ihn.
 
 
Greg Burke, PR-Chef des Vatikans:
 
“Es ist sehr wichtig, dass er sich in ein Kloster zurückzieht. Das hat er schon seit einer ganzen Weile vor. Ich meine, das zeigt, dass seine Rolle eine sehr ruhige sein wird. Und das ist wichtig, dass sich keine Situation mit einer Art Nebenpapst ergibt, der den anderen beeinflusst.”
 
 
Ganz werde sich das ohnehin nicht vermeiden lassen, meint Theologe und Papstkritiker Hans Küng. Der Ruheständler kenne seine potentiellen handverlesenen Nachfolger schließlich in- und auswendig.
 
Und wer kommt mit in die selbstgewählte Abgeschiedenheit? Nach Medienberichten
sieben Nonnen, aus allen Teilen der Erde. Und  
Privatsekretär Georg Gänswein – vorerst. Seit Anfang Januar ist er Erzbischof mit guten Karrierechancen.
 
Übrigens: Rente bekomme Benedikt/Joseph nicht -den Namen könne er sich aussuchen. Auch als Papst habe er kein Gehalt mehr bekommen. Aber schließlich ist er als Autor schon bisher erfolgreich.
 
Der erste Rücktritt eines Papstes seit mehr als 700 Jahren könnte die Tür für eine Begrenzung der Amtszeit öffnen, meinen Theologen.
“Ein Amt, das man nur auf Zeit innehat, wäre ja zum Beispiel auch ein Wahlamt, von dem man auch abgewählt werden könnte,” so Knut Wenzel, Frankfurt. Nach Einschätzung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat Benedikt mit seinem Rückzug einen neuen Standard gesetzt.
 
 
 
Mit dpa, AFP, Reuters