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Brüssel will Aktionsplan für Stahlindustrie

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Brüssel will Aktionsplan für Stahlindustrie

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Die EU-Kommission hat den Stahlproduzenten ArcelorMittal darum gebeten, den geplanten Stellenabbau im belgischen Lüttich zu verschieben. Die Kommission in Brüssel will im Juni einen Aktionsplan für die Stahlindustrie verabschieden, der die kriselnde Branche unterstützen soll. Europa habe seiner Industrie viel zu lange so gut wie keine Beachtung geschenkt, kritisiert Jean-Claude Marcourt, Wirtschaftsminister der belgischen Region Wallonien. Heute aber sei man sich darüber einig, dass die Industrie der Unterstützung bedürfe. ArcelorMittal hatte bereits im Januar mittgeteilt, wegen schlechter Auftragslage rund 1.300 Arbeitsplätze in Lüttich streichen zu müssen. Ziel der Politik des Konzerns sei es, Werte zu zerstören, werfen Gewerkschafter ArcelorMittal vor. Der Konzern versuche nur viel Geld zu verdienen, das er später außerhalb Europas investiere. Ende Januar war es im belgischen Namur zu Protesten und zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei gekommen. ArcelorMittal ist der weltgrößte Stahlproduzent. “Die Stellenstreichungen in einer Zeit der Krise lösen in mehreren Ländern einen Schock aus”, so unsere Korrespondentin Gülsüm Alan. “Die Anzahl der Arbeitslosen in Europa steigt. Nun wartet man gespannt auf den Aktionsplan der EU-Kommission.”