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EU: Streit um starken Euro

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EU: Streit um starken Euro

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Der Euro ist wieder stark – zu stark meint der französische Finanzminister Pierre Moscovici. Er verlangte deshalb beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel entschlossene Maßnahmen, ohne konkret zu werden. Deutlicher dagegen Frankreichs Präsident Hollande: Der hatte zuletzt gefordert, den Euro-Wechselkurs zu steuern. Deutschland lehnt das ab. “Wir müssen die Schwankungen der Aktienkurse bremsen oder die sprunghaften Bewegungen, die einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft haben könnten”, so Moscovici. “Wir brauchen einen koordinierten Ansatz.”

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble meinte dagegen: “Es war auch mein Vorschlag, dass wir beim G20-Treffen Ende der Woche, in Moskau, darauf drängen, dass das auch im G20 Rahmen gemeinsam festgestellt wird. … Die Wechselkursprobleme gibt es nicht mit dem Euro oder im Euro, sondern es gibt allenfalls Sorgen im Zusammenhang mit anderen großen Währungen.”
Den Notenbanken der USA und Japans wird vorgeworfen, ihre Währungen künstlich billig zu halten, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Die EU befürchtet, das könnte die Konjunktur in der Eurozone abwürgen.