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G7: Währungskrieg muss verhindert werden

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G7: Währungskrieg muss verhindert werden

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Die G7-Staaten wollen einen Währungskrieg verhindern.

Entsprechend äußerten sich die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industriestaaten. Die Geld- und Fiskalpolitik werde sich weiter an der Binnenwirtschaft orientieren und ziele nicht auf die Wechselkurse ab.

Extreme Schwankungen der Wechselkursen könnten zwar nachteilige Auswirkungen für die Stabilität der Wirtschaft und der Finanzmärkte haben, doch wolle man freie, marktbestimmte Wechselkurse.

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici hält
eine weltweite Strategie zur Wechselkurs-Koordinierung angesichts des starken Euro für sinnvoll. Extreme Schwankungen und ungeordnete Bewegungen der Wechselkursen könnten nachteilige Auswirkungen für die Stabilität der Wirtschaft und der Finanzmärkte haben, heißt es in der Mitteilung. Zu den G7 gehören die USA, Kanada, Japan, Deutschland, Großbritannien,
Frankreich und Italien.

Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Vitor Constancio, sprach sich deutlich gegen Manipulationen von Wechselkursen aus: “Es sollen keine einseitigen Interventionen am Devisenmarkt erfolgen”, sagte er am Rande eine Konferenz in Helsinki. Die Wirtschafts- und Geldpolitik solle sich auf binnenwirtschaftliche Ziele ausrichten. Wechselkurse sollten nicht das Ziel der Politik
sein.

Moscovici betonte, es gehe um eine abgestimmte Haltung, “damit die (Wechsel-)Kurse die Fundamentaldaten unserer Volkswirtschaften
widerspiegeln und dass es keine plötzlichen Ausschläge gibt”. Die Eurogruppe hatte zuvor beschlossen, die Wechselkursdebatte
im Rahmen der G20-Gruppe zu führen.