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Nordkorea riskiert weitere schwere Sanktionen

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Nordkorea riskiert weitere schwere Sanktionen

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Das kommunistische Land muss nach seinem Atomtest mit schweren Konsequenzen rechnen. So kam in New York der Weltsicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammen.
Trotz aller Warnungen hatte Nordkorea genau zwei Monate nach dem weltweit verurteilten Raketenstart einen dritten Nukleartest
unternommen. Pjöngjang teilte bereits mit, es werde sich niemals den Resolutionen beugen. Bei den fünf ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrats stieß der Schritt auf scharfe Kritik.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte, noch einmal haben nordkoreanische Behörden internationales Recht ignoriert und die Beschlüsse des Weltsicherheitsrates missachtet. Es bestehe kein Zweifel, dass Nordkorea nun eine adäquate Reaktion verdiene.

Es ist der dritte Atomtest seit 2006. Nach Meinung von Beobachtern könnte das Land seinem Ziel näher gekommen sein, einen Sprengkopf zu bauen, der auf eine Rakete passt.

Großbritanniens Außenminister William Hague meinte, “es gibt zusätzlichen Druck auf Nordkorea und zusätzliche Sanktionen, die große Wirkung zeigen. Es gibt die Unterstützung Chinas, das eine Schlüsselrolle spielt und ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrats ist. Und China hat bereits eine angemessene Antwort angekündigt, falls der Atomtest stattfindet.”

US-Präsident Barack Obama sprach von einer höchst provokativen Aktion. Der Test erfolgte nur wenige Stunden vor der geplanten Rede Obamas zur
Lage der Nation.

Der Iran, der selbst vom Westen verdächtigt wird, eine Atombombe zu bauen, forderte ein weltweites Verbot von Kernwaffen.