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Paris: Nationalversammlung für Homo-Ehe - Gegner wollen weitermachen

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Paris: Nationalversammlung für Homo-Ehe - Gegner wollen weitermachen

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Mit klarer Mehrheit hat die französische
Nationalversammlung für die Homo-Ehe gestimmt. Auch ein Recht auf Adoption ist vorgesehen. Die Zustimmung des Senats gilt als sicher.

Bruno Le Roux, Chef der sozialistischen Fraktion in der Nationalversammlung:

“Wir werden die Menschen nicht mehr nach ihrer sexuellen Orientierung sortieren und dann unterschiedlich behandeln. Das macht eine Ungleich-Behandlung weniger, die da geschieht. Deshalb ist das wirklich ein großer Tag für die Gleichberechtigung.”

Für Präsident François Hollande steht die neue Regelung in der republikanischen Tradition des Landes. Homo-Ehe und Adoptionsrecht für Schwule und Lesben waren das zentrale gesellschaftspolitische Thema seines Wahlkampfs im Frühjahr 2012.

Die Gegner wollen weiterkämpfen.

Frigide Barjot, Sprecherin und Mitbegründerin von “La Manif Pour Tous”, einer Dachorganisation verschiedener Verbände gegen das Gesetz:

“Im Senat geht die Debatte weiter. Und die Senatoren werden zweifellos sagen können, warum das Adoptionsgesetz – das neue Abstammungsregeln aufstellt, ohne Blutsverwandtschaft, ohne Vater und Mutter – für das Kind sehr ernste Folgen haben wird.”

In den vergangenen Monaten waren in ganz Frankreich Hunderttausende wegen Homo-Ehe und Adoptionsrecht auf die Straße gegangen. Die Einen demonstrierten dagegen, die Anderen dafür.

Mit Reuters, AFP