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Sex, das große Berlinale-Thema

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Sex, das große Berlinale-Thema

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“The Look of Love” erzählt von Aufstieg und Fall des Londoner Porno-Königs Paul Raymond. In der Hauptrolle: Steve Coogan.
Sex in seinen vielfältigen Formen ist eines der großen Themen auf der diesjährigen Berlinale.“In ‘The Look of Love’ geht es um eine ganz bestimmte Epoche, um das sexuelle Erwachen der britischen Gesellschaft”, sagt Steve Coogan. “Die Menschen in Europa, damit meine ich die Deutschen, Franzosen, Italiener und Spanier, gehen lockerer mit Sexualität um. Den Briten ist Thema das irgendwie unangenehmer.”

Der von Michael Winterbottom auf der Berlinale außer Konkurrenz vorgestellte Film zeichnet das vielschichtige Porträt eines Mannes, der ein wahres Porno-Imperium aufbaut und zur sexuellen Befreiung der Briten beiträgt, aber auch persönliche und familiäre Niederlagen wegstecken muss.

Auch in “Lovelace” geht es um Porno, aber aus einer anderen Perspektive. Der Film erzählt vom Leidensweg der Hauptdarstellerin des Films “Deep Throat”, der als erfolgreichster Pornofilm aller Zeiten gilt. Amanda Seyfried, die auf der Berlinale auch den Musicalfilm und Oscar-Anwärter “Les Misérables” präsentiert, verkörpert Linda Lovelace – und sieht die Rolle als Wendepunkt ihrer Karriere.
“Ich wollte jemanden spielen, den es tatsächlich gegeben hat. Ich wollte in das Leben eines anderen Menschen eintauchen und diesen Moment festhalten. Ich wollte ihrer außerordentlichen Geschichte eine Stimme geben.”

“Lovelace” zeigt eine Frau, die von der Pornoindustrie ausgenutzt und ihrem Ehemann misshandelt wird, bis sie sich schließlich auflehnt und um die Kontrolle über ihr Leben kämpft. Der Film läuft in der Berlinale-Reihe Panorama.