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Aus fürs Ringen: Sportwelt tobt

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Aus fürs Ringen: Sportwelt tobt

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Das Olympia-Aus für das Ringen hat weltweit Wut und Empörung hervorgerufen. Auch in Japan, einer der erfolgreichsten Nationen in dieser Sportart. Saori Yoshida, die Königin des Ringens, zeigte sich am Boden zerstört. Die IOC-Executive hatte am Dienstag empfohlen, die Sportart von 2020 an aus dem Olympia-Programm zu streichen. Ironie des Schicksals: Japan bewirbt sich derzeit um eben jene Spiele.

“Die Wettkämpfe im Ringen waren bei den Olympischen Spielen in London sehr gut besucht”, so der Chef des japanischen Ringerverbands. “Ich kann die Entscheidung des IOCs nicht nachvollziehen.” IOC- Präsident Jaques Rogge versucht derweil die Wogen zu glätten, immerhin: der Iran, die Türkei und Russland kündigten bereits Protest an.

“Wir verfolgen die Presse und ich muss gestehen, wir wussten schon vorher, dass es Kritik geben würde, egal welche Sportart aus dem Programm genommen wird”, so Rogge.“Die gestrige Entscheidung bedeutet keine Eliminierung der Sportart von den Olympischen Spielen. Das möchte ich ganz klar sagen. Zunächst einmal: Ringen ist Teil der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro.”

Die IOC-Vollversammlung muss im September endgültig entscheiden, welcher der sieben olympischen Ersatzkandidaten nachrückt – oder ob Ringen seinen Olympia-Status doch behalten darf. Letzteres gilt momentan allerdings als unwahrscheinlich.