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Fleischskandal: Wo wurde das Pferd zum "Rind"?

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Fleischskandal: Wo wurde das Pferd zum "Rind"?

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Im Pferdefleischskandal wehrt sich Rumänien gegen sein Image als Lieferant gefälschten Rindfleisches. Zwei Schlachthöfe wurden auf Zusammenhänge mit falsch ettikettierten Mahlzeiten in Großbritannien und Frankreich untersucht.

Angebliches Rinderhack aus Rumänien war offenbar über Händler in den Niederlanden und Zypern zu zwei französischen Abnehmern gelangt.

Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta macht sich Sorgen über die Glaubwürdigkeit Rumäniens: Jeder Europäer wolle wissen, was er isst. “Letztes Jahr hatten wir einen Verlust von 30 Prozent in der Landwirtschaft, wegen der Dürre. Den wollten wir dieses Jahr wieder wettmachen. Aber wenn wir nicht um unsere Glaubwürdigkeit kämpfen, könnten wir in einer Situation aufwachen, die noch schlimmer ist als die Dürre.”

Wo das Pferd zum “Rind” wurde, ist noch unklar.

In Rumänien halten viele ärmere Bauern noch Arbeitspferde. Ihr Fleisch kostet rund ein Drittel weniger als Rindfleisch.

Der Fleischexporteur Paul Soneriu, Geschäftsführer CarmOlimp:

“2012 lieferte das Unternehmen CarmOlimp dreimal Pferdefleisch nach Holland, drei Lastwagen, insgesamt 60 Tonnen Fleisch. Dieses Fleisch wurde zu einem Preis geliefert, der deutlich gezeigt, dass es Pferdefleisch war. Unser Partner hat Pferdefleisch bestellt und bekommen, mit allen erforderlichen Unterlagen. Pferdefleisch.”

Die Staatsanwaltschaft in Paris hat nach Medienberichten Vorverfahren wegen Betrugs eingeleitet.

Ermittler kontrollierten unter anderem die Firmen Comigel in Metz und Spanghero in Castelnaudary im Südosten von Toulouse.

Zwei französische Firmen sehen sich auch als Opfer des Skandals.

Mehrere Lebensmittelketten sind betroffen, darunter auch die Discounter Aldi und Lidl, sie haben bereits Fleischprodukte aus ihrem Sortiment genommen. Nach dem Hersteller Findus hat auch der französische Tiefkühlproduzent Picard eingeräumt, Pferdefleisch in Rindfleischprodukten entdeckt zu haben.

Mit Reuters, AFP