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PSA mit Rekordverlust

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PSA mit Rekordverlust

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Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat wegen der Absatzkrise in Europa den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte verbucht.

Als Ursache der tiefroten Zahlen nannte Konzernchef Philippe Varin die düstere Lage auf dem europäischen Absatzmarkt:“Die Gruppe heute das schlechte 2012er Ergebnis präsentiert. Das war aber nicht nur für uns ein extrem schwieriges Jahr, sondern für die gesamte europäische Automobilbranche. Heute sind unsere finanziellen Sicherheiten wesentlich besser. Das auch, dank der Anstrengungen, die wir im Jahr 2012 vorgenommen haben. Außerdem ist absehbar, das wir 2014 wieder eine schwarze Null erreichen werden.”

Der nach VW zweitgrößte europäische Hersteller wies für 2012 den Rekord-Fehlbetrag von 5 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr hatte unter dem Strich noch ein Nettogewinn von 588 Millionen Euro gestanden.

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici meint:“PSA fängt an, sich zu erholen. Da bin ich wirklich sicher! Die Marke hat eine Zukunft in Europa, sie verfügt über eine ganz einzigartige Qualität.”

Dennoch: Im Gegensatz zum deutschen Konkurrenten VW investierte PSA in der Vergangenheit nur zögerlich in den Schwellenländern. Von der aktuellen Krise auf dem europäischen Markt wird der französische Autobauer deshalb besonders schwer getroffen.

Um aus der Verlustzone zu kommen, will PSA nun im Rahmen eines Restrukturierungsplans mehr als 8000 Arbeitsplätze streichen und ein Werk bei Paris komplett schließen. Insgesamt sollen bis Ende 2014 mehr als 11 000 Arbeitsplätze wegfallen.