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Skandal um Pferdefleisch weitet sich aus

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Skandal um Pferdefleisch weitet sich aus

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Der Skandal um Pferdefleisch breitet sich immer weiter aus: Die Landwirtschaftsminister der betroffenen EU-Länder beraten heute in Brüssel über die Auswirkungen der jüngsten Erkenntnisse.

Denn erstmals sind auch britische Anlagen ins Visier der Behörden geraten. Nach mehreren Razzien schloss die britische Lebensmittelaufsicht FSA zwei Fleischverarbeitungsbetriebe in England und in Wales.

Umweltminister Owen Paterson ist empört und versprach eine restlose Aufklärung. “Es ist schockierend, dass wir diese Praktiken in Großbritannien aufgedeckt haben. Das ist der erste Vorfall. Wir werden dem mit aller Härte nachgehen.”

Spekulationen zufolge könnte die Affäre in Rumänien ihren Lauf genommen haben. Die rumänische Regierung betonte, es habe keine Verstöße gegen EU-Regeln gegeben. Der Geschäftsführer eines betroffenen Unternehmens erklärte: “2010 hat unsere Firma dreimal Pferdefleisch nach Holland exportiert. Es handelte sich um drei LKW mit 60 Tonnen Fleisch an Bord. Dieses Fleisch wurde als Pferdefleisch verkauft und auch zu dem dafür vorgesehenen Preis. Unser Partner hat Pferdefleisch angefordert und seine Bestellung mit allen notwendigen Dokumenten auch so bekommen.”

Bei dem Skandal geht es darum, dass Pferdefleisch den Kunden ohne ihr Wissen als Rindfleisch verkauft wurde. Mehrere Lebensmittelketten waren betroffen, darunter auch die Discounter Aldi und Lidl, die bereits Fleischprodukte aus ihrem Sortiment nehmen mussten.