Eilmeldung

Eilmeldung

Proteste in Bahrain fordern ein Todesopfer

Sie lesen gerade:

Proteste in Bahrain fordern ein Todesopfer

Schriftgrösse Aa Aa

Am zweiten Jahrestag der erfolglosen Revolution in Bahrain ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei wurde ein Jugendlicher getötet. Die Sicherheitskräfte bestätigten, Warnschüsse in die Menge abgegeben zu haben. Dabei sei der junge Mann erschossen worden.

Mehrere hundert Demonstranten, meist Jugendliche aus schiitischen Dörfern, blockierten Straßen rund um die Hauptstadt Manama und warfen mit Steinen.

Seit Beginn des Aufstandes in dem Inselstaat sitzen zahlreiche politische Häftlinge hinter Gittern. Eine Betroffene erklärte: “Mein Name ist Maryam Abu Deeb. Ich bin die Tochter von Mahdi Abu Deeb, einem bahrainischen Staatsbürger. Er ist Präsident der Lehrer-Vereinigung von Bahrain. Mein Vater sitzt seit zwei Jahren im Gefängnis. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er laut seine Meinung geäußert hat.”

Die Bevölkerung von Bahrain ist mehrheitlich schiitisch, aber das Königshaus sunnitisch.
Die Opposition fordert mehr Kompetenzen für das gewählte Parlament.

Auf dem symbolträchtigen Lulu-Platz in der Hauptstadt hatten am 14. Februar vor zwei Jahren die Massenproteste gegen das sunnitische Königshaus begonnen. Die Dauerproteste wurden gewaltsam beendet.