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Tod im Schlamm: Neuer Flugsauriertyp entdeckt

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Tod im Schlamm: Neuer Flugsauriertyp entdeckt

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Flugsaurier gab es so einige in der Kreidezeit, immer wieder entdecken Paläontologen neue, unbekannte Formen. Bemerkenswert ist der jüngste Fund eines britisch-brasilianisch-rumänischen Forscherteams in einem ehemaligen Flusstal in Rumänien. Eurazhdarcho haben die Experten das fliegende Reptil getauft. Es lebte vor 68 Millionen Jahren, hatte einfaltbare Flügel mit einer Spannweite von drei Metern und konnte sich bei Bedarf auch auf allen Vieren fortbewegen.
Mit seiner Körpergröße gehörte das Exemplar zwar zu den größeren aber nicht gigantischen Sauriern.

“Dies ist einer der vollständigsten Funde aus der Spätkreidezeit in Europa”, erklärt Paläontologe Materi Vremir. “Die Flügelknochen der Flugsaurier sind hohl und sehr dünnwandig, bei der kleinsten Berührung zerbrechen sie. Umso bemerkenswerter ist der guteerhaltene Zustand dieses Exemplars, das sich im Sedimentgestein eines ausgetrockneten Flussbetts befand. Ein Knochen trägt Spuren einer Bisswunde, deutlich erkennbar an den Einkerbungen. Dies gibt Aufschluss über die Todesursache, vermutlich war es ein Krokodil.”

Kleine Flugsaurier traten erstmals vor 230 Millionen Jahren in der Trias in Erscheinung. In der Jura und Kreidezeit bildeten sich komplexere Formen aus, zu denen auch der aktuelle Fund zählt.