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Zweiter Jahrestag der gescheiterten Revolution in Bahrain

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Zweiter Jahrestag der gescheiterten Revolution in Bahrain

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Zwei Jahre nach dem Beginn der erfolglosen Revolution in Bahrain ist bei Protesten ein junger Demonstrant erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich in einem kleinen Dorf nach der Hauptstadt Manama, als eine Gruppe von Jugendlichen mit Steinen auf die Polizei warf.

Amnesty International rief unterdessen dazu auf, alle politischen Häftlinge freizulassen. Dutzende Aktivisten würden seit zwei Jahren hinter Gittern sitzen, weil sie von ihrem Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hätten.

Eine Aktivistin erklärte: “Mein Name ist Maryam Abu Deeb. Ich bin die Tochter von Mahdi Abu Deeb, einem bahrainischen Staatsbürger. Er ist Präsident der Lehrer-Vereinigung von Bahrain. Mein Vater sitzt seit zwei Jahren im Gefängnis. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er laut seine Meinung geäußert hat.”

Auf dem Lulu-Platz in der Hauptstadt hatten am 14. Februar vor zwei Jahren die Massenproteste gegen das sunnitische Königshaus begonnen. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit forderte mehr Kompetenzen im gewählten Parlament. Nachdem die Polizei die Dauerproteste gewaltsam beendet hatte, folgten Razzien und Massenverhaftungen.