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Deutscher wird Chef von Vatikanbank

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Deutscher wird Chef von Vatikanbank

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Die Vatikanbank hat Ernst von Freyberg zu ihrem neuen Chef ernannt. Der 54-jährige Jurist, der die Beratungsfirma DC Advisory leitete, soll den Ruf der Vatikanbank aufbessern. Dem Institut wird seit langem vorgeworfen, nicht genug gegen Geldwäsche zu tun. In der Vergangenheit sollen Drittwelt-Diktatoren, Mafia-Treuhänder, korrupte Politiker und reiche Steuerhinterzieher dort anonyme Konten gehabt haben.

Der Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte:
“Der Papst hat das Verfahren zur Ernennung des neuen Chefs der Vatikanbank verfolgt. Er unterstützt die Wahl der aus Kardinälen bestehenden Kommission.”

Ernst von Freyberg ist Aufsichtsratchef der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss. Er ist außerdem Mitglied des Malteser-Ritterordens. Er lebt in Frankfurt doch der Vatikan geht davon aus, dass der Finanzprofi sich künftig drei Tage pro Woche in Rom aufhalten werde.

Papst Benedikt XVI. hatte sich in den vergangenen vier Jahren um mehr Transparenz bei der Vatikanbank bemüht. Er schuf unter anderem ein Aufsichtsgremium, das die Finanzen des Instituts überwachen soll. Die Bank verwaltet jüngsten Informationen zufolge rund vier Milliarden Euro.